Milazza (Melazzo), Stadt in der ital. Provinz Messina auf Sicilien, 30 km westlich von Messina auf einer 7 Km langen, 1—2 km breiten Halbinsel, mit einem alten Fort nördlich der Stadt, zählt (1881) 8554, als Gemeinde 13699 E. Hier schlug 20. Juli 1860 Garibaldi die Neapolitaner. „Milben (Acarida), eine Familie der Spinnentiere bildend, sind kleine, oft mikroskopische Gliedertiere, deren Kopf, Bruststück und Hinterleib verschmolzen sind. Sie haben in der Jugend drei, im reifern Alter vier Fußpaare, und ihr Hinterleib ist ungegliedert. Ihre Ausbildungsstufe ist eine sehr niedrige, da sich bei ihnen, mit Ausnahme der bisweilen auch fehlenden Augen, von Sinnesorganen keine Spur zeigt. Manche nähren sich durch Anbohren der Pflanzen, deren Saft sie saugen, wie die in den Gärten sehr unangenehme sog. Spinnlaus (Gamasus telarius), andere leben als lästige Schmarotzer auf Vögeln, Säugetieren und Insekten oder gar auf andern M., wie die sehr kleine Milbenmilbe (Acarus acarorum); mehrere wohnen in kranken tierischen Körpern und einige schaden den Lebensmitteln. Sie sind in viele Gattungen zerteilt worden, je nach der Bes chaffenheit der Füße, der Kiefern oder des Saugrüssels oder dem Vorhandensein oder Fehlen der Augen. Zu ihnen gehört die rote Erdmilbe (Trombidium holoserieeum), welche oft rote Erdspinne genannt wird und bei uns zwischen Gartenerde und unter Gebüschen häufig ist. Auf Taubenschlägen, Hühnerställen und ogelkäfigen ist die Vogelmilbe (Dermanyssus avium) sehr häufig, welche den Vögeln Blut aussaugt und deshalb rötlich gefärbt ist. Die Büchermilbe (Cheyletus eruditus) lebt vom Kleister unter Einbänden von Büchern an feuchten Orten. Im hohen, herbstlich dürren Grase hält sich die rote Grasmilbe (Leptus autumnalis) auf: diese bohrt sich in die Haut ein und erregt peinliches Jucken. Am berüchtigtsten ist jedoch Persiens Giftmilbe oder die persische Saumzecke (Argas persicus), die in Reisebeschreibungen als Giftwanze von Miana aufgeführt wird. Sie soll vorzüglich in der Stadt Miana einheimisch sein, den Menschen durch ihren Biß binnen 24 Stunden töten können und bereits die Bewohner aus mehrern Dörfern Persiens vertrieben Ranz Dies sind jedoch starke Übertreibungen; wahr ist nur, daß ihr Stich bedeutende Schmerzen erregen und auch wohl Geschwüre hervorbringen kann. In Deutschland lebt eine verwandte Art (Argas reflexus) in den Taubenschlägen und verbreitet sich von dort zuweilen in den Wohnungen. Sie sticht sehr empfindlich. Verwandt mit ihr ist der Holzbock (s. d.). Insbesondere wird aber eine der Aamen gehörigen Gattungen ausschließlich mit dem Namen M. (Acarus) belegt, und zu ihr geört die allgemein bekannte Käsemilbe (Acarus iro), welche auf trockenem alten Käse lebt. In altem Mehle wohnt die Mehlmilbe (Acarus farinae), ja selbst der weiße Überzug auf trockenen Feigen, Pflaumen, Birnen u. s. w. besteht oft nur aus kleinen M. Unter den bei krankhaften Zuständen des Menschen vorkommenden M. sind besonders die Krätzmilbe (Acarus scabiei), welche die Krätzkrankheit (s. Krätze) erzeugt, und die Balgmilbe (Simonia folliculorum) zu erwähnen, welche letztere sich in den sog. Mitessern, dem talgartigen Inhalte der um die Nase gelegenen Hautbälge, findet. Vgl. Pagenstecher, Beiträge zur Anatomie der M. y (2 Hefte, Lpz. 1860—61); Zürn, «über M., welche Hautkrankheiten bei Haustieren hervorrufen» (Wien 1877). Abbildungen von M. finden sich auf Tafel: Spinnentiere.