Curzola, dalmatin. Insel westlich von Sabbioncello, 259 glem groß, von großenteils bewaldeten Höhen durchzogen, von denen in früherer Zeit vorzügliches Bauholz in Massen Schishe wurde. Jetzt wird das Holz zumeist zum Schiffbau verwendet und die auf C. gebauten Fischerboote gelten als die besten in Dalmatien. Der höchste Punkt auf der Miel (Dobrovaska) liegt 573 m über dem Meere. ie Zahl der Einwohner (1880) beträgt 12388; die Erwerbszweige derselben sind Schiffbau, Schifffahrt und Fischerei, im westl. Teile Weinbau, in ie Mauleselzucht gilt als bedeutend. In den Wäldern von C. soll noch der Schakal gefunden werden. Heimisch ist die giftige Hornviper. Gute Hafenplätze finden sich im Westen, Norden und Nordosten der Insel, der besuchteste Pedochio, in der Nähe des Hauptortes Curzola in einer nordöstl. Bucht gegenüber der Halbinsel Sabbioncello. Zur Zeit der Römerherrschaft hieß die Insel Melaena, auch Corgyra nigra (von den dunkeln Nadelwäldern) und galt als phöniz. Kolonie. Ins 13. Jahrh. fällt ihre erste Besetzung durch die Venetianer, die zweite ins Jahr 1420, wo sie den Ungarn entrissen wurde. egen des tapfern Widerstandes, den C. gegen die Türken leistete, erhielt die Insel 1571 den Namen Fedelissima und die Einwohner das venet. Bürgerrecht. Im Beginn des 19. Jahrh. war die Insel von den Franzosen, dann von den Russen und Engländern besetzt, bis sie 1815 von letztern zugleich mit Lissa und Lagosta an Osterreich abgetreten wurde.