Monteverde (Claudio), berühmter ital. Tonsetzer, geb. zu Cremona 1568, studierte bei dem Kapellmeister des Herzogs von Mantua, Mare Antonio Ingegneri, den Kontrapunkt. Gegen 1604 wird er selbst als herzogl. mantuanischer Kapellmeister genannt. Als Nachfolger Martinengos wurde er 1613 Kapellmeister an der Markuskirche in Venedig. Dieses Amt verwaltete er bis zu seinem Ende September 1649 erfolgten Tode. M. ist als der ausgezeichnetste Tonkünstler in der Zeit 1600—40 zu bezeichnen. Er gab in mehrfacher Beziehung den Anstoß zu freierer Handhabung der Kunstmittel und zu charaktervollerer Benutzung des harmonischen und melodischen Materials. Besonders bahnte er auch eine bessere Verschmelzung des Wortausdrucks mit dem musikalischen an und versuchte eine Sonderung der Stimmungen und Affekte auch in musikalischer Beziehung. Das alles kam zuvörderst dem Madrigal zugute, welche Kunstgattung er durch acht gedruckte Sammlungen bereicherte. Für eine Hoffestlichkeit in Mantua komponierte er die Oper «Orkeoy und hierauf „Ariannao, welche in dem berühmten Klageliede der Ariadne den bedeutendsten Operngesang der damaligen Zeit enthält. Das noch unentwickelte Instrumentalspiel vervollkommnete M. besonders durch die originelle Komposition Kampf Tancreds mit Clorindad (um 1625) und schrieb außerdem noch eine Reihe von Opern und Balletten, mit denen die 1637 in Venedig errichteten ersten stehenden Operntheater eröffnet wurden.