Monza, im Altertum und Mittelalter Modicia oder Mo doetia genannt, Stadt und Hauptort eines Kreises in der ital. Provinz Mailand, zu beiden Seiten des von einer schönen Granitbrücke überspannten Lambro und an den Linien Chiasso-Mailand und M.⸗Lecco der Oberitalienischen Eisenbahn gelegen, zählt (1881) 11.721, als Gemeinde 28 012 E., die Fabriken und Manufakturen in wollenen Tüchern, Hüten und Lederwerk unterhalten. Die Stadt ist der Sitz einer Unterpräfektur und hat ein Konvikt, ein Lyceum und ein Gymnasium. Der Ostgotenkönig Theodorich baute zu M. ein Palatium, die longobard. Könige hatten daselbst ihr Residenzschloßdas noch den auf hohen Pfeilern ruhenen alten Justizpalast bildet. Neue Berühmtheit erhielt die Stadt durch Kaiser Friedrich Barbarossa. In der schönen Domlirche zu St. Johannes, die 595 von der longobard. Königin Theudelinde gegründet, aber im 14. Jahrh. von Marco di Campione ganz erneuert wurde, wird, außer dem Sarkophag der Gründerin aus dem 13. Jahrh., mehrern andern Reliquien, Kunstgegenständen und Kostbarkeiten, auch die im Okt. 1866 von Osterreich an Italien überlassene Eiserne Krone (. d.) aufbewahrt. Der Palazzo-imperiale (königl. Schloß) von 1777 ist ein großes, sehr elegantes Gebäude, welches reiche Gemächer und schön gemalte Säle enthält und von einem großartigen Park umgeben ist. Derselbe hat 13 Km im Umfang, ist von einer Mauer umschlossen und enthält 11 Mill. Bäume, eine große Baumschule, einen bot. Garten, die Schlösser Mifrabello und Mirabellino und einen Tiergarten.