FeedMoor
ErdkundeBrockhaus 1882

Moor (Moos, Bruch, Lug) nennt man sumpfiges, morastiges Land, in welchem sich eine große Menge von unter Wasser zersetzter oder noch in Zersetzung begriffener Pflanzensubstanz angehäuft findet. Man unterscheidet Grünmoore, welche auf ihrer Oberfläche mit Rasen und hohen Gräsern überzogen, tief gelegen und deshalb oft Überschwemmungen ausgesetzt sind; Hochmoore, welche höher als der Wasserspiegel der Seen und Flüsse gelagert sind; Schwarz⸗ und Heidemoore, auf denen hauptsächlich Heidepflanzen wachsen und welche des⸗ — besonders der Torfgewinnung dienen. (S. orf.) Die größten M. findet man in Amerika und Westindien, auch im nördl. Europa, besonders in Irland, sowie in Ungarn und Polen. In Teutschland sind als die bedeutendsten M. zu bemerken die in Ostfriesland, in der Lüneburger Heide, das Teufelsmoor bei Bremen, das Bourtangermoor in Ostfriesland und den niederländ. Provinzen Drenthe und Gröningen, und das trocken gelegte Donaumoos in Bayern. Über die landwirtschaftliche Benutzung des M. s. Moorkultur.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 856Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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