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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Torf, m., frz. tourbe, f., engl. peat, turk, lat. turfa, turba, torba, Turf, Moth, Modd, Wurzelerde, Holzerde (vergl. auch Kleen, Moor, Darg), mit erdigen Theilen gemengte Masse abgestorbener Sümpfpflanzen, erste Stufe der Braunkohlenbildung; s. Lagerung a., Bausteine etc. Man hat im allgemeinen zwei Arten T., davon ist eine leicht und schwammig und enthält wenig veränderte Pflanzentheile; die andere ist dichter, schwerer, schwärzer gefärbt und hat pflanzliche Theile aufzuweisen, die mitunter schon kohlenähnlich verwandeltsind. Man unterscheidet gewöhnlich: a) Landtorf; enthält nicht selten viel Eisenkies, ist dicht, bildet den Uebergang zur Braunkohle u. umschließt oft Süßwassermuscheln; b) Bergtorf, der mehr mineralische Theileenthält; ) Sumpf⸗ od. Morasttorf, folgt auf den Landtorf im Alter; ist locker, leicht, vorzüglich aus Moosen und Sumpfpflanzen bestehend. d) Meertorf findet sich an Meeresküsten. e) Baggertorf, schlammähnlich, wird durch Austrocknen dicht, in der Regel ohne deutliche Pflanzenreste. k) Rasentorf, macht in vielen Gegenden die oberen Lagen aus, besteht meist aus vertrockneten, noch nicht zerstörten Gräsern, Schilfen und Moosen; ist gelb od. grau. g) Heidetorf, bestehend aus wägrechten Lagen theils plattgedrückter Schilfstengel, theils verworren verwebter moos⸗, heide⸗ oder farnkrautähnlicher Gewächse, schwarzbraun. h) Papiertorf, schichtenweise über einander liegende Gemenge von Wurzeln, Stengeln, Blättern etc.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 357Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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