Moräva ist der slaw. Name zweier Flüsse: 1) der March (s. d.) in Mähren, und 2) der M. in Serbien, welche aus der Vereinigung der südlichen mit der westlichen M. entstanden ist. Die südliche M. entspringt aus der Schar-Planina nahe dem Orte Gülhan in Altserbien; sie fließt gegen Osten, betritt bei Davidvotzi das Gebiet Serbiens und nimmt an der Stadt Wranja eine nordwestl. Richtung an. Bei Stalatsch vereinigt sie sich mit der westlichen M. Die M. nimmt rechts die Nischawa, Topolnitza und Morawitza auf. Links münden in die südliche M.: die Weternitza bei Leskowatz und die Toplitza. Die westliche M. entspringt aus der Golija-Planina im Uschitzaer Kreise; ihr Lauf ist zuerst nördlich, dann östlich; ihr Hauptnebenfluß ist rechts der Ibar. Die vereinigte M. fließt gegen Nordnordwesten und mündet in zwei Armen in die Donau, und zwar der rechte Arm, die M., unweit Dubrawitza, der linke, die Jesawa, bei Semendria. Schiffbar ist die M. erst nach der Vereinigung der beiden Arme, und zwar nur für Flöße und kleinere Fahrzeuge. Die Länge der südlichen M. von der Quelle bis zur Mündung in die Donau beträgt gegen 470 km, das Flußgebiet gegen 60 000 km. Das Thal der M. ist eine sehr fruchtbare Landstrecke, welche von Semendria bis Wranja die Eisenbahn durchläuft.