Mostar, Hauptstadt des seit 1878 von Osterreich occupierten türk. Vilajets Herzegowina, an der Neretva (Rarenta), über welche hier eine 1500 von den Türken erbaute steinerne Brücke in einem Bogen von 30 m Spannweite führt, Station der 40 km langen Schmalspurbahn M.⸗Metkovic, ist Sitz eines griech. und eines kath. Bischofs, hat 25 Moscheen, 2 he Den und 1 röm.⸗kath. Kirche, viele stattliche Neubauten und zählt (1879) 10848 meist mohammed. E., die sich mit der Anfertigung von Waffen, besonders Jatagans und Sähel, beschäftigen. Die Stadtgründete 1440Radipoi-Gost, der im Dienste des Wojwoden Seepan Kosacg stand, angeblich unter dem Namen Vitrinica.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 894Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei