Motzen, rumän. (walachischer) Volkszweig in den westl. Gebirgen Siebenbürgens, wo dieses Volk in großer Abgeschlossenheit lebt. Die M. sind meist Leute von hoher und schlanker Gestalt, mit einem auffallend dicken Hals, länglichem Gesicht, lichten Haaxen, blauen Augen und gelblichweißer Gesichtsfarbe. In den Thalniederungen beschäftigen sie sich mit Bergbau, in den Hochthälern mit. Viehzucht und Holzschnitzerei. Sie sind wegen ihrer Wildheit gefürchtet. Die rumän. Anführer des Aufstandes von 184849 fanden bei diesen M. ihren kräftigsten Anhang.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 897Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei