Fän (auch M'Fän, Pahuins, M'pangwe, Oscheba), ein Volk des westlichen äquatorialen Afrika, unmittelbar im O. und NO. der franz. Besitzungen am Gabun, vom Aquator bis 2 nördl. Br. Hier zwischen den schwarzen Negervölkern fällt es auf durch seine ganz von diesen abweichende Natur; die Physiognomie desselben hat nichts vom Negertypus, die Hautfarbe ist die des Milchkaffees, oft sogar weiß wie die des Europäers. Das Haar ist nicht kraus und wollig, bei den Frauen oft weich und auf den Nacken herabfallend. Erst zu Anfang des 19. Jahrh. sind sie, bis dahin an der Küste kaum genannt, auf der innern Hochfläche erschienen und allmählich dann nach der Küste vorgerückt; in dichter Menge, über 200000 stark, sind sie bis an den Ogowe gedrungen. Sie sind die mutigsten und tüchtigsten Jäger, werden aber beim Vordringen nach W. räuberisch und faul. Die F. zerfallen in zwei Abteilungen, deren jede aus einer Zahl von Stämmen besteht: die M'Fan Mbatschi oder eigentlichen F., und die M' Fan Mate, welche sich mit den am Ogowé wohnenden Schiibi vermischt haben sollen; beide sprechen voneinander sehr abweichende Dialekte. Sie sind in zwei parallelen Reihen zum Ogowé vorgerückt; 1837 kamen die Make an diesem Flusse an, dem Ivindo folgend; sie überschritten den Ogowé und nähern sich noch mehr der Küste; 1869 waren sie schon Herren seiner beiden Ufer, und 1878 gelangten sie an den Rhemboé. Die nördlicher herangekommenen Mbatschi sitzen schon rings um das Gabun-Astuar. Somit haben die F. schon die Küste auf 250 k6m Ausdehnung inne. 643 (Maß), s. Fen. anagoria, kleines Städtchen mit 1441 CE., in der russ. Provinz Kuban in Kaukasien, auf der Halbinsel Taman, die an der Mündung des Kuban, an der Straße von Kertsch gelegen ist. Bei F. befinden sich Schlammpulkane und Naphthaquellen; einer derselben erhebt sich nur einige Meter hoch und hat dabei einen Krater von 60 m im Durchmesser, aus welchem schwarze Erdmassen 10—15 m hoch emporgeschleudert werden, von unterirdischem Getöse und Erderschütterungen begleitet. Ein anderer Krater hat eine Höhe von 50 m und einen Durchmesser von 100 m. Die Naphthaquellen sind Eigentum der Kosaken, welche dieselben verpachten.