FeedSabinus (Georg)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Sabinus (Georg), deutscher Gelehrter und Dichter, eigentlich Schüler, geb. 23. April 1508 zu Brandenburg, wurde, nachdem er zu Wittenberg alte Litteratur und Jurisprudenz studiert, 1533 eine Reise nach Italien unternommen hatte und 1536 der Schwiegersohn Melanchthons geworden war, 1538 Professor der Poesie und Beredsamkeit zu Frankfurt a. O. und 1544 erster Rektor der Universität zu Königsberg, welche er jedoch infolge von Zerwürfnissen 1555 verließ, um in die Dienste des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg zurückzutreten. Er übernahm 1560 eine Gesandtschaft seines Hofs nach Italien, kehrte aber schwer erkrankt bald wieder zurück und starb bereits 2. Dez. 1560 zu Frankfurt a. O. Unter seinen Schriften zeichnen sich seine im Geiste Ovids verfaßten lat. Elegien aus, die unter dem Titel Sabini carmina⸗ (Lpz. 1563) erschienen. Vgl. Töppen, Die Gründung der Universität zu Königsberg und das Leben ihres ersten Rektors Georg S.v (Königsb. 1340, Heffter, «Erinnerung an Georg S.» (Lpz. 1844); Fürstenhaupt, «Georg S.» (Berl. 1849).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 52Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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