Salami (in der ital. Diminutivform Salamini, Salamucci), scharf geräucherte Fleischwürste, welche vorzugsweise in Welschtirol und in der Lombardei, namentlich in und um Verona angefertigt werden. Sie erhalten als Gewürz einen größern oder geringern Zusatz von Knoblauch und sind nicht sehr fein gehackt, aber fester gestopft als die deutschen Cervelatwürste, daher man ein besonderes Gewicht auf ihre möglichste Konsistenz legt (duri). Es wird nur Fleisch von Schweinen dazu verwendet. In Ungarn werden S. aus magerm Schweinefleisch angefertigt. Die S. halten sich länger als alle übrigen Würste, werden weithin versendet und bilden einen nicht unwichtigen Handelsartikel. Salämis, eine an der Westküste von Attika südlich vor dem Eingange der Bucht von Eleusis und westlich den Häfen von Athen gegenüber gelegene Insel von etwas über 100 qkm Flächeninhalt, besteht aus zwei durch einen schmalen Sattel oder Isthmus verbundenen Bergrücken. In den ältesten Zeiten stand die Insel unter eigenen Königen aus dem Geschlecht der Äaciden, wurde aber seit 605 v. Chr. der Zankapfel zwischen Athenern und Megarern, denen sie nach langen Kämpfen die Athener unter Solon und Pisistratos um 570 v. Chr. bleibend entrissen. Sie schloß sich 318 v. Chr. den Macedoniern an, wurde aber 229 durch Aratos den Athenern zurückgegeben, die nun die alten Bewohner vertrieben und die Ländereien unter attische Bürger verteilten. Die älteste Stadt soll an der Südküste der Insel gelegen haben; doch ist diese frühzeitig verlassen und durch eine neue (der Insel selbst gleichnamige) in der Mitte der Ostküste erbaute ersetzt worden. Der Kanal, welcher die Ostküste von der Westküste Attikas trennt, war der Schauplatz der berühmten Seeschlacht bei Salamis zwischen der griech. und pers. Flotte im Sept. 480 v. Chr. (s. u. Griechenland, geschichtlich), Gegenwärtig bildet die nach ihrer Form auch Kuluri (d. i. Brezel) genannte Insel eine (1879) 4600 E. zählende Gemeinde der zur Nomarchie Attika mit Böotien gehörigen Eparchie (Bezirk) Megaris; der gleichfalls Kuluri oder S. genannte Hauptort, mit einem trefflichen Hafen, liegt an der Westseite der die beiden Bergzüge verbindenden Einsattelung und zählt 2800 E. Den Namen Salamistrug im Altertum auch eine Stadt in der Mitte der Ostküste der Insel Cypern, die der Sage nach von Teukros, dem Sohne des Telamon, des Herrschers der Insel S., gegründet war. Sie wurde, wie andere cyprische Städte, von Königen beherrscht, unter denen Euagoras im ersten Viertel des 4. Jahrh. v. Chr. die größte Berühmtheit erlangt hat. Durch Kaiser Konstantin d. Gr. wurde die durch ein Erdbeben zerstörte Stadt wiederhergestellt, zur Hauptstadt der Insel erklärt und ihr der Name Konstantia verliehen. Gegenwärtig liegt neben den Trümmern von Konstantia der kleine Ort Hagios Sergios: