FeedSankt Florian
ReligionBrockhaus 1882

Sankt Florian, Markt und Chorherrenstift in Oberösterreich, Bezirkshauptmannschaft Linz, am Ipfbache, in dem durch seine Bodenkultur berühmten ob-der-ennsischen Hügellande südlich der Donau. Der Markt, der sich im Laufe der Zeit an das alte Kloster angebaut hat, ist Sitz eines Bezirksgerichts und zählt (1881) 1293, als Gemeinde 3804 E. Das Chorherrenstift S. gehört zu den ältesten Klosterstiftungen in Osterreich. Es bestand vor dem Einfall der Avaren und wurde nebst der nahen Stadt Lorch von diesen zerstört. Nach seiner Wiederherstellung 1071 führte der Bischof Altmann von Passau hier regulierte Chorherren nach der Regel des heil. Augustin ein. Die Kirche des Stifts, im neuern ital. Stil 1689— 1700 gebaut, ist wegen ihrer großen Orgel, von Abbate Chrismani, berühmt. Insbesondere besitzt das Stift die größte Bibliothek (70000 Bde.) in Oberösterreich. Vgl. Stülz, «Geschichte des regulierten Chorherrenstifts S.v (Linz 1835).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 198Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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