Admont, Marktflecken im steiermärk. Bezirk Liezen, an der Ens und der Kronprinz⸗-Rudolfsbahn, mit 1800 E., bekannt wegen seiner reizenden Lage im steirischen Hochgebirge und der berühmten, vom Erzbischof Rerbte in Salzburg 1074 gestifteten Benediktinerabtei Ad montes, welche zu den schönsten und reichsten in ganz Osterreich gehörte. Durch den Brand am 27. April 1865 verlor das Stift den innern Schmuck seiner Kirche mit der berühmten Orgel von Chrismann und sein ganzes Archiv, dessen wertvolle Urkunden bis in die Zeit der Stiftung zurückreichten. Vom Stiftsgebäude wurde nur die Bibliothek gerettet, die über 20000 Bände mit schätzbaren Handschriften und Inkunabeln enthält. Kirche und Stiftsgebäude sind seitbat wieder aufgebaut. Die Benediktiner von A. atten der Hochschule zu Gratz und den Gymnasien des Landes bedeutende Lehrkräfte gestellt und waren namentlich in der Pflege der Naturwissenschaften und Geschichte den andern Klöstern des Landes weit voran. Die Umgebungen A.s bilden ein großartiges Gebirgspanorama, dessen Gipfel zu einer Höhe von 2200 m aufsteigen. Eisenindustrie ist daselbst vorherrschend. In der Nähe liegen auch die er A. ehörigen Schlösser Röthelstein und Kaiserau. gl. Fuchs, 4 2, Auf. Geschichte des Benediktinerstifts A.» (2. Aufl., Gratz 1859); Wichner, „Geschichte des Benediktinerstifts A.» (Tl. 1—3,