Santälum L., n Mankenmte aus der Familie der Santalaceen. Man kennt gegen acht Arten, die unter sich wenig verschieden sind und besonders in Ostindien und auf den südostasiat. Inseln, sowie in Australien vorkommen. Es sind Bäume oder Sträucher mit lederartigen, ganzrandigen Blättern und ziemlich großen zwitterigen Blüten, die ein vierlappiges Perianthium, vier Staubfäden und einen einfächerigen Fruchtknoten besitzen. Die Frucht ist eine fast kugelige Steinfrucht. Von einigen Arten kommt das Holz unter dem Namen weißes und gelbes Sandelholz (s. d.) in den Handel, hauptsächlich von dem ostindischen 8. album L. und wird wegen seines Wohlgeruchs sowohl zum Räuchern als auch in der Kunsttischlerei zu verschiedenen Zwecken benutzt. Sautanabai, s. unter Curagao. Sautander, Hauptstadt (Ciudad) der gleichnamigen span. Provinz in Altcastilien (5471,5 qkm mit 235 299 E. Ende 1877), an der Südküste des Biscayischen Meerbusens, liegt auf einer Halbinsel am Eingange einer imposanten, von einem malerischen Gebirgskreise umgebenen Ria oder Bai, im Schoß eines rebenreichen, von freundlichen Caserios und Gartenhäusern bedeckten Hügellandes. Die reiche und seit einigen Jahrzehnten rasch aufblühende Stadt wird durch eine 330 km lange Eisenbahn, die Linie Venta de Baßos-S. der Nordbahn, mit dem centralen Bahnnetz verbunden, ist ein Hafen-und Handelsplatz ersten Ranges, nach Coruna der wichtigste an der ganzen Nordküste Spaniens, auch Sitz eines Bischofs und eines deutschen Konsuls für die Provinz, und zählt 41021 E. Obschon von hohem Alter, hat sie ein modernes, fast franz. Ansehen und ist gut gebaut. Sie besitzt mehrere Kirchen, ein Findelhaus, ein vortrefflich eingerichtetes Instituto für den höhern Unterricht, eine Zeichen⸗, eine Handels- und eine Schiffahrtsschule, ein Theater, zwei schöne Badehäuser, gute Gasthöfe und Cafés. Der Hafen ist geräumig, den größten Seeschiffen zugänglich und sehr sicher. Sehenswert ist das Kastell San-Felice und der 5 km entfernte Leuchtturm am Cabo-Mayor; ein zweiter Leuchtturm steht auf der vor dem Eingang der Ria liegenden Insel Mouro. Es bestehen zu S. ein Handelsgericht, eine Bank, eine Handelskammer, eine königl. Cigarrenfabrik, große Bierbrauereien, Dampfmühlen, Wollspinnereien, Papierfabriken und in der Nähe große Eisengießereien und Schiffswerfte. Im Sommer ist S. ein sehr besuchtes Seebad, und in den herrlichen Waldthälern der Umgebung befinden sich sieben warme Mineralquellen. Der Hafen steht durch Dampfschifflinien mit den übrigen Seeplätzen der Pyrenäischen Halbinsel, mit dem Auslande und mit Amerika in enlüch Verbindung. Eingeführt werden namentlich Ma schinenteile, Zucker, Tabak, Stockfische, Kakao, Gewebe, Steinkohlen, Teer, Petroleum, Getränke; zur Ausfuhr gelangen Mehl, Weizen, Eisenerz und Zinkerz (besonders nach England), Wein, Konserven. Sautarelli (Emilio), moderner Plastiker in Florenz und Professor der dortigen Akademie, ist ein talentreicher Repräsentant der stilistischen Richtung, welche in der heutigen Bildhauerkunst Italiens sehr in den Hintergrund getreten ist. Der edle Charakter, der seine Bildwerke, besonders seine Reliefs, lennzeichnet, unterscheidet sie vorteilhaft von dem Realismus der modernen üblichen Produktion. Hauptleistungen S.s sind der Horentanz (Relief), der gute Hirt, eine kniende Magdalena, Bacchantin, Corinna u. s. w. Auch als Büstenbildner hat S. Treffliches geschaffen.