Sarracenia L., die typische Gattung der ammepant⸗ der Sarraceniaceae, welche den ummelpflanzen (Nymphaea, Nuphar) verwandt sind; nordamerik. Sumpf⸗ und Moorpflanzen, ausgezeichnet durch stark verbreiterte und mit den Rändern schlauchartig verwachsene Blattstiele (weshalb Schlauchpflanzen), auf dessen Rande die kurze, meist rundliche Blattspreite sitzt, sowie durch eine auffallend große blattartige, schildförmige, gelappte Narbe, welche die Blume fast vollkommen schließt. Die schönste und interessanteste Art ist 8. purpurea L., mit 15—20 em langen, dunkelgeaderten Blattschläuchen und purpurroten Kelch⸗ und Blumenblättern. Der Kelch besteht aus fünf freien, durch drei Bracteen gestützten und die Corolle aus fünf Blättern. Diese Art (vielleicht aber S. variolaris) gilt in Amerika als Mittel gegen die Blatternkrankheit. Man unterhält sie neben andern Arten, wie S. flava L., psittacina Mich., rubra Wall. u.a., im Gewächshause, wohin sie in kleinen, mit Moorerde und zerkleinertem Torfmoos gefüllten und mit letzterm in breite Näpfe eingefutterten Töpfen gut gedeihen, und vermehrt sie durch Teilung des Wurzelstocs. In neuerer Zeit hat man von Erfurt aus nicht ohne Erfolg versucht, diese Pflanze in den Hochmooren des Thüringerwaldes anzusiedeln.