Saufeder oder Fangeisen, eine früher mehr als jetzt beim Sauen⸗ und Bärenfang gebräuchliche Waffe. Sie hat Ahnlichkeit mit einer Lanze und besteht aus einem lanzettförmigen, 20 —24 em langen, in der Mitte 5—8 em breiten, scharf und spitz geschliffenen Eisen, der sog. «Federv, die ein 10—14 em langes Shr zur Aufnahme des Schaftes hat. Dieser soll sehr zähe sein und wird am besten aus einer gespaltenen jungen Esche, 120—140 em lang und 3½ —4 em im Durchmesser, angefertigt. Am Ende des Ohrs wird quer über den Schaft ein Ende eines Hirschgeweihes befestigt, damit die Feder nicht zu tief eindringt. Vom untern Ende des Schaftes werden ein Stück weit kreuzweis geflochtene, etwa 1½ em breite Lederriemen aufgenagelt, um die Waffe besser halten zu können. Will man sich der S. bedienen, wird der Schaft unter dem rechten Arme mit der linken Hand in der Mitte der obern Hälfte, mit der rechten aber etwas von dem untern Ende angefaßt, mit dem linken Fuße ein Schritt nach vorn getreten, die Sau durch den Anruf «Hui Sau» gereizt und ihr beim Anlaufen die Feder in die Brusthöhle gestoßen.