Savaria oder Sabaria (mit dem Beinamen Claudia) war etwa auf halbem Wege zwischen Wien und Pettau belegen, die Civilhauptstadt der röm. Provinz Oberpannonien. Wahrscheinlich in noch früherer Zeit der Sitz bojischer Häuptlinge, wurde S. durch den Kaiser Claudius als röm. Kolonie organisiert und gedieh zu großer Blüte, von welcher noch jetzt bedeutende liberreste Zeugnis geben. Geburtsort des heil. Martinus, hat S. unter seinem alten Namen bis zur magyar. Eroberung fortbestanden; seitdem heißt es magyarisch: Szombäthhél, deutsch Steinamanger. Sabäry (Anne Jean Marie Rene), Herzog von Rovigo, franz. Divisionsgeneral und Polizeiminister Napoleons I., geb. 16. April 1774 zu Mareg im Depart. Ardennes, trat 1789 in die Kavallerie, wurde 1793 Kapitän, wohnte den Feldzügen am Rhein unter Custine, Pichegru und Moreau bei und begleitete Desair nach Agypten und wieder nach Italien zurück. Nach Marengo wurde S. Bonapartes Adjutant und erwarb sich die volle Gunst des Ersten Konsuls. Er wurde Oberst, Kommandant der Elitegendarmerie, Brigadegeneral und leistete bei Entdeckung und Verfolgung der Verschwörung Cadoudals große Dienste. Seit 1802 leitete S. die geheime Polizei Bonapartes und hatte sogar den Polizeiminister Fouché zu überwachen. Im J. 1804 führte er bei der Verurteilung des Herzogs von Enghien den Vorsitz und wurde danach Divisionsgeneral. Im Feldzug von 1806 befehligte er zwei Regimenter. Dann ging er als Höchstkommandierender nach Hameln, wurde aber alsbald nach Warschau gerufen, wo er an Lannes' Stelle den Befehl über das 5. Armeekorps übernahm. Nach der Schlacht bei Eylau mußte er Warschau gegen die Russen decken und erfocht über dieselben 16. Febr. 1807 den Sieg bei Ostrolenka. Napoleon J. belohnte ihn mit einer Dotation, erhob ihn nach den Schlachten bei Heilsberg und Friedland zum Herzog von Rovigo und schickte ihn als Gouverneur von Ostpreußen nach Königsberg. Nach dem Frieden zu Tilsit ging S. nach Petersburg, wo er die Annäherung Rußlands an die Pforte betrieb. Im J. 1808 befand er sich zu Madrid. Nachdem er die Inthronisierung Joseph Bonapartes zu Madrid vollzogen, begleitete er den Kaiser nach Erfurt und von da nach Spanien zurück. Im Feldzug von 1809 war S. Adjutant des Kaisers; im Juni 1810 wurde er Polizeiminister. In dieser Eigenschaft ließ ihn der General Malet von den Mitverschworenen Lahorie und Guidal am Morgen des 24. Okt. 1812 verhaften und einige Stunden festhalten. Dennoch durfte er das Ministerium behalten, das er erst 1814 nach Auflösung des kaiserl. Regentschaftsrats niederlegte. Während der Hundert Tage erhielt er die Pairswürde und den Befehl über die Gendarmerie. Er wollte den Kaiser nach St.⸗-Helena begleiten, wurde aber auf dem Schiffe Bellerophon verhaftet und nach Malta geführt. Von hier entfloh er im April 1816 nach Smyrna. Dann ging er 1817 nach Osterreich, um sich von da aus gegen das 25. Dez. 1816 zu Paris von einem Kriegsrat über ihn ausgesprochene Todesurteil zu verteidigen. Er stellte sich 1819 in Paris freiwillig vor Gericht, wurde von Dupin dem Altern verteidigt und freigesprochen. Von Ludwig Philipp erhielt er 1. Dez. 1831 den Oberbefehl in Algier, wurde jedoch 1833 abberufen. Er starb 2. Juni 1833. In seinen Mémoireso (8 Bde., Par. 1828) suchte er sich und Napoleon zu rechtfertigen. Auch veröffentlichte er: Mémoires du duc de Rovigo sur la mort de Pichegru etc. (Par. 1825). Save (der Name Sau ist weder beim Volke noch in guten Karten gebräuchlich;, ein Nebenfluß der Donau in Ssterreich, entspringt aus einem kleinen Alpensee in der Nähe des Terglou, durchströmt zunächst das Herzogtum Krain und wird, nachdem er die Laibach aufgenommen, schiffbar. Hierauf bildet er die Grenze zwischen Krain und Steiermark, durchfließt dann Kroatien, tritt in die Militärgrenze über und bezeichnet bis Semlin und Belgrad, wo er in die Donau mündet, die Grenze Osterreich-Ungarns gegen Bosnien und Serbien. Die Länge seines Laufs beträgt 713 km und zu seinen Nebenflüssen gehören, außer der Laibach, die schiffbare Kulpa, Unna, Bosna und Drina.