FeedSchiffahrt
ErdkundeBrockhaus 1882

Schiffahrt, Sandsteinhandel, Holzhandel und dem Fremdenverkehr bestehen. S. hat eine (am linken Elbufer gelegene) Station der Linie Dresden-Bodenbach der Sächsischen Staatsbahn, von welcher hier die Linie S.⸗Sebnitz-Bautzen (durch Brücke auf das rechte Ufer geführt) abzweigt. Der Ort ist Sitz einer Oberforstmeisterei, eines Amtsgerichts, eines Forstrentamts, eines Elbfloßamts, eines Hauptzollamts und eines österr. Nebenzollamts. Unweit von der Stadt, am Eingang des Kirnitschthals, entspringt eine Heilquelle. Das eisenhaltige Wasser wird sowohl zum Baden wie zum Trinken gebraucht und beweist sich insbesondere wirksam gegen Nervenschwäche, Fehler der Verdauung, Hämorrhoidalbeschwerden u. s. w. Das Bad ist 1880 von der Stadtgemeinde erworben und vollständig neu aufgebaut worden. S. ist der Ort, von wo aus man die Sächsische Schweiz und die angrenzenden Gegenden Böhmens am besten durchwandern kann. Vgl. Götzinger, «S. und seine Umgebungene (Dresd. 1812); Petrenz,Das Bad zu S.v (2.Aufl., Dresd. 1856); „Der Kurort S.» (Schandau 1876). Schandorph (eigentlich Skamdrup, Sophus), dän. Dichter, geb. 8. Mai 1837 zu Ringsted, widmete sich in Kopenhagen philologischen und ästhetischen Studien, später aber ausschließlich der litterarischen Produktion. Auf «En liden Digtsamling » (Kopenh. 1862) folgten Ude i Skoveny (1867), eine Reihe dramat. Scenen, die Romane „Uden Midtpunkto (1878) und Thomas Fris v (1882), und die kleinern Erzählungen Fra Profolko (1881) und «Novelletter o (1882). S. ist ein vorzüglicher Humorist und schildert mit Vorliebe das Leben und Treiben der Kleinstädter. Schandpfahl, s. P ranger. Schaudschrift, soviel wie Posquill. Schäudung, Defloration, s. Deflorieren. Schaufigg, s. unter Plessur. Schaugalla, richtiger Schangallo, der Name, mit welchem von den Abessiniern die Kunäma bezeichnet werden. Die S. bewohnen einen zwischen Abessinien, dem Gebiete der Homrän (s. d.) und der Barea (s. d.) gelegenen gebirgigen Landstrich. Sie leben in Dörfern ssinische, teils Ganpt Einrichtungen und sind teils abessinische, teils ägypt. Unterthanen. Ihre Hauptbeschäftigung ist der Landbau; daher stehen die Regenmacher bei ihnen in hohem Ansehen. Der Sprache nach, die mit dem Nubischen manche Ahnlichkeit hat 4 d u die S. zur Urbevölkerung von Nordostafrika, die von den eigentlichen Negern verschieden war und heutzutage in ihren Hauptrepräsentanten den Nubiern und den gegen Westen gewanderten Fulahs noch fortlebt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 300Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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