Elster (Bad Elster), Dorf und Badeort in der Amtshauptmannschaft Ölsnitz der königl. sächs. Kreishauptmannschaft Zwickau, an der Elster, ist Station uhlhause 2 kmim NRO. vom Orte beim Dorfe Mühlhausen) der Linie Reichenbach i. V.⸗ Eger der Sächsischen D8bm.0r 5 km südlich von Adorf, 2 Em von der böhm. Grenze, 474 m hoch gelegen, M. Sitz eines königl. Badekommissariats eines sächs. und österr. Nebenzollamts, zählt (1880 1160 fast durchweg luth. E., die Weberei von wollenen und halbwollenen Stoffen (besonders Samt) und Weißstickerei treiben. Die Moritzquelle war schon 1669 bekannt und damals von Georg Leisner beschrieben worden, doch hat E. erst seit der 1849 erfolgten Üübernahme auf den Staat einen Aufschwung genommen. Die Heilquellen (von 8—12 R.), zu den alkalisch-salinischen Eisen-Säuerlingen banten b. und nahe verwandt mit denen des benacharten böhm. Franzensbad, enthalten schwefel⸗ und kohlensaures Natron, kohlensaures Eisenoxrydul und Kohlensäure; ihre Wirkung ist eine auflösende, stärkende und belebende zugleich. Außer den Mineralbädern bietet der Ort noch kräftige Moor⸗ und Douchebäder und gute Molken. Die Lage von E. ist sehr gesund, die Einrichtung der Anstalt wie der Die reichbewaldete, romantische Umgegend bietet viel Gelegenheit zu Ausflügen. Die Frequenz, 1849 nur 329, betrug 1882 schon 5160 Personen. Vgl. Flechsig, 4Bad E. im sächs. Vogtlanden (2. Aufl., Lpz. 1875); Hahn, Bad, E. seine Heilmittel, Heilanzeigen und Kurdiäto (4. Aufl., Berl. 1882).