Schirwindt, östlichste Stadt des Deutschen Reichs im ostpreuß. Regierungsbezirk Gumbinnen, Kreis Pillkallen, an der Einmündung der aus Polen kommenden Schirwindt in die Szeszuppe, der russ. Stadt Wladislawow gegenüber, mit der es seit 1882 eine Brücke verbindet, zählt (1885) 1298 E., welche Pferde⸗ und Rinderzucht betreiben, ist Sitz einer Reichsbanknebenstelle und eines Nebenzollamts und hat eine auf Kosten Friedrich Wilhelms IV. 1856 erbaute zweitürmige Pfarrkirche, einen Ziegelrohbau got. Stils.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 366Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei