FeedSchlei oder Schley
GeschichteBrockhaus 1882

Schlei oder Schley, eine 40 km lange, sehr schmale Ostseebucht, dringt in südwestl. Richtung fiordartig in das Herzogtum Schleswig ein, gleicht zwischen Kappel und Missunde nur einem breiten Flusse, erweitert sich aber jenseit Missunde seeartig zu der sog. Großen Breite, die westwärts bis zur Stadt Schleswig reicht. Einst bildete dieser Schleibusen einen berühmten Seehafen. Jetzt ist die S. nur kleinern Schiffen zugänglich und hauptsächlich wegen ihres Fischreichtums berühmt. Die Holsteiner verschütteten 1416 den Eingang, um die Schiffe der Dänen abzuhalten. Später wurde, um die Schiffahrt auf dem im übrigen tiefen Gewässer wieder in Gang zu bringen, 2 Em südlich von der flachen mehrarmigen Mündung eine schmale Landenge durchstochen und so ein 2 mtiefer Kanal, die Schleimünde, hergestellt. Die S. begrenzt mit der Ostsee und der Eckernförder Bucht den Distrikt Schwansen, mit der Flensburger Föhrde die Landschaft Angeln.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 380Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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