FeedMissourikohleufeld
ErdkundeBrockhaus 1882

Missourikohleufeld oder Osagekohlenfeld, Miissunde, preuß. Dorf im Gutsbezirke Ornum im Kreise Eckernförde mit (1880) 168 E., am Südufer und an der schmalsten Stelle der hier überbrückten Schlei, 10 Km östlich der Stadt Schleswig gelegen, ist um die Kapelle von Mösunde an der Schliesharder entstanden, in deren Nähe der Herzog Abel den König Erich auf der Schlei 10. Aug. 1250 ermorden ließ. Am 12. Sept. 1850 griffen die Schleswig-Holsteiner unter General von Willisen die starke Verschanzung an, welche die Dänen zwischen Kochendorf und M. angelegt hatten, nahmen den Brückenkopf an der Schlei und eroberten nach heftigem Kampfe den Übergang nach M. Gleichzeitig war Eckernförde besetzt und die dortige dän. Besatzung zum Rückzug auf die Schiffe genötigt worden. Plötzlich jedoch gab Willisen den Befehl zum Rückzuge. Im Kriege von 1864 war M. ebenfalls stark verschanzt und bildete den Stützpunkt für den linken Flügel der Dannevirke-Stellung. Am 2. Febr. versuchte Prinz Friedrich Karl von Preußen sich des Schleiübergangs bei M. zu bemächtigen, gab aber den Sturm, der keinen Erfolg versprach, auf und ging 6. Febr. weiter abwärts bei Arnis über die Schlei. Im J. 1864 wurden die Befestigungen von M. gleichzeitig mit denen der Dannevirke-Stellung eingeebnet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 769Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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