FeedSchleim (mucus) ist eine zähe
HeilkundeBrockhaus 1882

Schleim (mucus) ist eine zähe, schlüpfrige, schwach klebende Flüssigkeit, von welcher zwei Arten zu unterscheiden sind, der stickstoffhaltige tierische und der stickstofflose pflanzliche S. Der tierische Schleim ist das Produkt der Schleimhäute (s. d.) und besteht aus einer dem Eiereiweiß ähnlichen klaren Flüssigkeit, in welcher in mehr oder minder großer Zahl kleine runde granulierte Zellen von dem Aussehen der weißen Blutkörperchen, die sog. Schleimkörperchen, enthalten sind, deren Hauptbestandteil von einem eigentümlichen stickstoffhaltigen Körper, dem Schleimstoff oder Muein, gebildet wird. Der S. macht die Schleimhäute schlüpfrig, hält sie feucht und bietet gegen äußere Einwirkungen einen gewissen Schuh. Gewisse Schleimarten besitzen spezifische Eigenschaften, z. B. das Sekret der Magenschleimhaut (Magensaft) verdauende. Die flüssige Substanz des S. entsteht durch eine eigentümliche Umwandlung (Schleimmetamorphose), die die Zellen der Schleimdrüsen und die Epithelzellen der Schleimhäute erfahren. Der Pflanzenschleim gehört zu den Gummiarten und wird entweder in den Pflanzen erzeugt und von diesen zum Teil abgesondert, oder er bildet sich auch unter dem Einflusse gewisser Gärungserreger aus Zucker oder Stärkemehl bei der sog. schleimigen Gärung. (S. Gärung.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 385Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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