FeedSchleimgewebe (Gallertgewebe)
HeilkundeBrockhaus 1882

Schleimgewebe (Gallertgewebe), eine eigenartige durchscheinende Form des tierischen Bindegewebes (s. unter Gewebe, Bd. VII, S. 9385) von gallertartiger Beschaffenheit, welche sich in großer Ausbreitung beim Embryo als Vorläufer für das spätere Bindegewebe vorfindet und deshalb auch geradezu als embryonales Bindegewebe bezeichnet wird. Mikroskopisch besteht das S. aus bald spindelförmigen, bald sternförmig verästelten Zellen, welche in einer gallertartigen Grundsubstanz eingebettet sind. Beim erwachsenen Organismus kommt es nur im Glaskörper des Auges vor. Bei niedern Tieren trifft es sich in großer Verbreitung und bildet bei vielen, z. B. den Medusen, den größten Teil des Körpers. Krankhafterweise bilden sich manchmal am menschlichen Körper Geschwülste aus S., die sog. Gallertgeschwülste oder Myxome. chleimharze oder Wei hharze sind Gemische von eigentlichem Harz und Gummi, welche von manchen Pflanzen abgesondert werden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 386Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Heilkunde 6