Schnürchenperkal, ein dem Perkal ähnlicher Stoff, in dessen Kette in bestimmten Abständen voneinander stärkere oder mehrfache, gewöhnlich 16 gezwirnte Fäden eingewebt sind. chnüren nennt man im allgemeinen das Umgeben einzelner Körperteile mit schnur-oder bandartigen Gegenständen, die fest anliegen und mittels Zusammenziehen einen Druck, namentlich auf die Blutgefäße, ausüben. Ein solches Verfahren wird von der Heilkunde in manchen Fällen, z. B. bei Krampfadern, mit Vorteil benutzt. Andererseits I das S. durch die Gewalt der Mode eine große lusdehnung im gewöhnlichen Leben, namentlich beim weiblichen Geschlecht, zur Verschönerung der Form des Oberkörpers gefunden. Zu starkes S. führt aber der Gesundheit nachteilige Veränderungen des Körpers herbei, insofern als die Leber gequetscht, die Baucheingeweide herabgedrängt und die Blutbewegung im Unterleibe erschwert werden, namentlich aber da, wo ein starkes Blankscheit im Schnürleibchen (Korsett) befindlich ist. über die sog. Schnürleber s. u. Leberentzündung.