FeedSchönberg (Gust. Friedr.)
Recht & StaatBrockhaus 1882

Schönberg (Gust. Friedr.), deutscher Nationalökonom, geb. 21. Juli 1839 zu Stettin, studierte in Bern und Berlin Rechts- und Staatswissenschaften, wurde 1865 Gerichtsassessor in Stettin und nachdem er sich in dem von Engel in Berlin geleiteten statistischen Seminar für die wissenschaftliche Laufbahn weiter vorbereitet hatte, 1867 Lehrer der Nationalökonomie und des Landwirtschaftsrechts an der landwirtschaftlichen Akademie Proskau. Im J. 1868 wurde er als ord. Professor der Nationalökonomie nach Basel, 1870 nach Freiburg i. Br., 1872 nach Tübingen berufen. S. hat sich stets als Anhänger einer positiven Sozialpolitik erwiesen. Als selbständig erschienene Schriften sind von ihm zu nennen: Die wirtschaftliche Bedeutung des Zunftwesens im Mittelaltery (Berl. 1868), «Die Landwirtschaft der Gegenwart und das Genossenschaftsprinzipo (Berl. 1869), «Arbeitsämtero (Berl. 1871), „Die Frauenfrages (Bas. 1872), Die Volkswirtschaftslehres (Berl. 1873), „Die Deutsche Freihandelsschule und die Partei der Eisenacher Versammlunge (Tüb. 1873), Finanzverhältnisse der Stadt Basel im 14. und 15. Jahrh. v» (Tüb. 1879). In Verbindung mit mehrern andern Gelehrten gab er 1882 ein aus Monographien zusammengesetztes Handbuch der polit. konomie v (2. Aufl., 3 Bde., Tüb. 1885—86) heraus.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 461Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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