Schwamm (Fungus), in der Medizin ältere Bezeichnung für den Krebs (s. d.); nur der Gliedchwamm beruht auf einer chronischen eiterigen Entzündung. (S. Gelenkentzündung, Bd.VII, S. 7184; Gliedschwamm.) Als schwammförmige (spongiöse oder kavernöse) Körper (Schwellkörper, corpora cavernosa) bezeichnet die Anatomie eine eigentümliche Klasse von Geweben, welche einen weitmaschigen Zellenbau (wie der Badeschwamm) zeigen und zugleich auf eine so eigentümliche Art von zählreichen Blutgefäßen durchwebt sind, daß sie rasch eine Menge Blut aufnehmen und in sich zurückhalten und dadurch steif werden können (sich erigieren, daher erektile Gewebe). Die bekanntesten dieser schwammartigen Körper sind die den Penis, die Harnröhre und Eichel bildenden beim männlichen Geschlecht. Ahnliche finden sich beim weiblichen Geschlecht im Innern neben der Mutterscheide und in der Klitoris, sowie in den Brustwarzen.