Schwebungen, Schweben der Töne nennt man in der Akustik ein allmähliches und regelmäßiges Stärker⸗ und Schwächerwerden des Zusammenklangs zweier Töne, die sich nur um wenige Schwingungen in ihrer Höhe voneinander unterscheiden. Die größte Tonstärke dieser S. heißt Stoß oder Schlag. Denn so viele Doppelschwingungen zwei Töne in einer Sekunde differieren, ebenso viele Stöße hört man in dieser Zeiteinheit. Diese akust. Stöße lassen sich anwenden zum genauen Stimmen der Instrumente; sie sind Ursache der Dissonanzen, wobei die Obertöne der dissonierenden Klänge miteinander störende Stöße bilden, welche den Zusammenklang rauh und daher unangenehm machen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 558Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei