Schweigger (Aug. Friedr.), Naturforscher, geb. 8. Sept. 1783 zu Erlangen, studierte daselbst Medizin, Botanik und Zoologie, ging 1804 nach Berlin und 1806 nach Paris. Er suchte und fand ärztliche Praxis, setzte aber dabei seine zoolog. Studien so erfolgreich fort, daß seine Monographie der Schildkröten ihm die Achtung der ausgezeichnetsten franz. Zoologen verschaffte. Kurz nach seiner Rückkehr nach Preußen, 1809, wurde er als Professor der Botanik und Medizin in Königsberg angestellt. Seitdem unternahm er mehrere wissen⸗ (schaftliche Reisen durch England, Frankreich und Italien, ward aber im Juni 1821 in Sicilien, unfern Camerata, bei der Einsiedelei von Quisquina durch seinen Vetturino ermordet. Durch Anlegung eines botan. Gartens in Königsberg und eine ihm zur Hälfte gehörende Flora Erlangensiso (2 Bde., Erlangen 1811) erwarb sich S. um die Pflanzenkunde Verdienste. Hervorzuheben sind noch sein „Handbuch der Naturgeschichte der skelettlosen ungegliederten Tieres (Lpz. 1820), die Beobachtungen auf naturhistor. Reiseno (Königsb. 1820) und seine Schrift Küber Kranken⸗ und Armenanstalten zu Pariso (Bayr. 1809).