Seetaucher, Eistaucher (Colymbus) heißen große, schlank gebaute Vögel aus der Taucherfamilie unter den Schwimmvögeln, welche durch den geraden, langen, harten und spitzen Schnabel mit ritzenförmigen Nasenlöchern, die ganz nach hinten gestellten Schwimmfüße, deren drei nach vorn gestellte Zehen durch ganze Schwimmhäute verbunden und mit krallenförmigen Nägeln versehen sind, während die ganz kleine Hinterzehe den Boden nicht erreicht, und die lebhafte Färbung sich von den übrigen Tauchern unterscheiden. Sie brüten im Norden, meist am Ufer von Binnenseen, halten stets paarweise zusammen, fliegen sehr gut, wobei sie mit heulender Stimme schauerlich klagende Trompetentöne ausstoßen, nähren sich nur von Fischen und kommen in harten Wintern bis auf die Seen Deutschlands und Italiens. Das Fleisch schmeckt thranig, der Balg riecht jahrelang nach Thran. Die größte Art, die im höchsten Norden lebt, erreicht die Größe einer Gans und ein Gewicht von 8 kg (C. glacialis); eine kleinere, schon in Norwegen nistende Art, die sich durch einen braunen Gurgelstreif auszeichnet (C. septentrionalis), kommt häufiger nach Deutschland.