Schwan (Cygnus), eine den Schwimmvögeln und zwar der Ordnung der Zahnschnäbler angehörende Gattung, welche sich durch einen durchaus gleich breiten, mit scharfen Zahnleisten besetzten Schnabel, der an der Wurzel höher als breit und an der Spitze platt gedrückt ist, durch eiförmige Nasenlöcher, einen sehr langen, dünnen, schlanken Hals und weit nach hinten gestellte Beine auszeichnet. Die Schwäne sind sämtlich große, schwerfällige Vögel, welche in Monogamie leben, mit Grazie, aber auch mit Kraft und Schnelligkeit schwimmen und auf ihren Wanderungen in bedeutender Höhe mit ausdauernder Geschwindigkeit fliegen. Die Arten der nördl. Erdhälfte sind weiß, der südamerikanische (C. nigricollis) am Kopf und Halse samtschwarz, der australische (C. atratus) fast durchaus kohlschwarz mit rotem Schnabel. Alle Arten sind jetzt in den zoolog. Gärten eingebürgert. Unter den weißen, sämtlich im hohen Norden nistenden Arten zeichnet sich der Höckerschwan (C. olor, s. Tafel: Schwimmvögel II, Fig. 12) durch den orangeroten, an der Wurzel mit einem schwarzen Höcker besetzten Schnabel aus. Da er unter allen Schwänen die graziöseste Haltung hat, so wird er häufig auf Teichen gehalten. Seine dem Tone einer schlechten Trompete ähnliche Stimme läßt er im Fluge niemals, im Schwimmen selten, am ehesten noch im Kampfe mit Nebenbuhlern vernehmen, sodaß man ihn auch den stummen S. genannt hat. Er ist übrigens stolz, tyrannisch, hämisch und zeigt niemals Zutraulichkeit und Anhänglichkeit an den Menschen. Der S ingschwan oder gelbnasige S. (C. musicus) hat einen schwarzen, an der Wurzel mit gelber Wachshaut bekleideten Schnabel ohne Höcker und eine in der Ferne angenehme, glockenähnlich tönende Stimme. Ihm sehr ähnlich ist der Bewicks-Schwan oder schwarznasige S. (C. Bewickii), der um ein Drittel kleiner ist und nur 18 Steuerfedern hat. Beide letzte Arten zeichnen sich durch eine eigentümliche, zwischen den Platten des Brustbeins herabsteigende starke Krümmung der Luftröhre aus, welche sie zu einer ungemein starken Stimme befähigt, die sie während ihrer Wanderungen ertönen lassen. Was man aber von den schmerzlichen Melodien des S. bei dem Vorgefühl des Todes (dem sog. Schwanengesang) erzählt hat, ist völlig grundlos. Bei den Alten galten die Schwäne für geeignet zur Wahrsagung, wurden daher zu Augurien gebraucht und als dem Apollo geheiligt geachtet. Auch im german. Heidentum hatten sie mytholog. Bedeutung. (S. Schwanfungfrauen und Schwanritter.) Wo die Schwäne gemein sind, wie im Norden Europas, wird die Jagd derselben als einträglich betrieben; denn die Dunen, sowohl ausgerupft und zum Ausstopfen verwendet, als auch auf der abgestreiften Haut sitzend und als Pelzwerk gebraucht, sind hochgeschätzt. Die Schwingfedern dienen zum Schreiben. Das Fleisch der erwachsenen Schwäne ist zum Genusse nicht geeignet. Himmels, von 287 bis 330 Rektascension und von 27 bis 60“ nördl. Deklination, enthält nach Heis 197 dem bloßen Auge sichtbare Sterne, unter welchen 6 der 2. und 3. Größe. Mehrere Sterne sind interessante Doppelsterne, bemerkenswert ist auch der Veränderliche 5, dessen Lichtschwankungen bereits von Kirch 1686 erkannt wurden und von der 4. bis zur 13. Größe vor sich gehen; die Periode beträgt 406 Tage. Außerdem kennt man in diesem Sternbild zwei neue Sterne, der eine im J. 1600 von Janson und etwas später von Kepler beobachtet; er verschwand 1621, erschien 1655 und nach abermaligem Verschwinden 1665 wieder, jetzt ist er 6. Größe. Der zweite wurde von Schmidt in Athen 1876 als Stern 3. Größe gefunden, die Lichtabnahme erfolgte hier sehr rasch. Die Milchstraße ist im Sternbilde des S. von außerordentlichem Glanz.