Senez, Stadt im franz. Depart. Basses-Alpes, Arrondissement Castellane, am Quelllauf der Asse, eines linken Nebenflusses der Durance, vom 5. Jahrh. bis 1790 Bischofssitz, zählt (1881) 575 C. und hat eine alte Kathedrale und Seidenspinnerei. S. hieß mittellat. Sanitium, Seneétium oder Senacium. Seuf oder Mostrich wird ein aus dem sehr fein gepulverten Samen von Brassica nigra K. und Sinapis alba L. durch Vermischung mit Essig, sauerm Wein oder auch Wasser und Zucker hergestelltes Gewürz genannt. Über die beiden Senfpflanzen vgl. Brassica und Sinapis.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 699Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei