Serenade (ital. Serenata) bezeichnet eine besonders aus dem Gebrauch der Italiener und Spanier hervorgebildete Abend- und Nachtmusik, ein Ständchen, für Gesang mit oder ohne begleitende Instrumente oder für Instrumentalmusik (insbesondere Blasmusik) allein, ursprünglich bestimmt, im Freien aufgeführt zu werden, dann auch in den Konzertsaal aufgenommen und hier zu einem Instrumentalwerk ausgebildet, welches sich von der Symphonie durch solistische Haltung und eine größere Zahl von Sätzen unterscheidet. Letztere Art der S. hieß früher Cassation. Gleichbedeutend mit S. ist das Notturno (s. d.), wie denn z. B. Spohr eins seiner serenadenartig angelegten Tonstücke für Blasinstrumente Notturno benannt hat.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 722Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei