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Recht & StaatBrockhaus 1882

Serbische Wojwodschaft und Temeser Banat war der Name eines 1849 geschaffenen Kronlandes der österr. Monarchie. Dasselbe wurde durch die kaiserl. Verordnung vom 18. Nov. 1849 aus verschiedenen zu Ungarn und Slawonien gehörigen, von Serben, Romanen, Deutschen und Magyaren bewohnten Gebietsteilen, nämlich aus den ungar. Komitaten Bacs-Bodrog, Temesvär, Torontal und Krassö und den slawonisch-syrmischen Bezirken Ruma und Illok gebildet und später mit zeiner dem Verwaltungsorganismus in den deutsch-slaw. Kronländern ähnlichen Administra⸗ „tion versehen. Dieses Kronland enthielt auf einem Areal von 30000 qkm eine Bevölkerung (1857, ohne Militär) von 1540049 Seelen und zerfiel in den Stadtbezirk Temesvär und in die fünf Kreise Temesvär, Lugos, Großbecskerek, Neusatz und Zombor. Die Landeshauptstadt war Temesvär, die Statthalterei, das Oberlandesgericht und die Finanzdirektion als die leitenden Kronlandsbehörden ihren Sitz hatten. Als das kaiserl. Diplom vom 20. Okt. 1860 die frühern nationalen Institutionen des Königreichs Ungarn wiederherstellte, ward dieses Kronland aufgehoben und 27. Dez. 1860 wieder mit Ungarn (Ruma und Illok mit Slawonien) vereinbart. In seinem (Großen Titelo nennt sich der Kaiser von Ssterreich auch „Großwojwod der Wojwodschaft Serbieno.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 722Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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