FeedSuite Fn
MusikBrockhaus 1882

Suite Fn, d. i. Reihe, Folge), ein Tonstück für Klavier, seltener für Orchester, welches im 17. ahrh. ausgebildet wurde und seinem Wesen nach aus einer Reihe in Tempo, Rhythmus und Ausdruck verschiedener, meist sehr charakteristischer Tänze in derselben Tonart besteht, wie Menuett, Gavotte, Bourré, Rigaudon, Gigue, Polonaise, Anglaise (Country-Dances, Hornpipes), Passepied, Sarabande, Courante, Allemande u. a.; von diesen sind Allemande, Courante, Sarabande und Gigue die Hauptstücke und bilden auch oft allein schon eine S., doch waren Folge, Auswahl und Zahl der Stücke niemals feststehend, da die verschiedenen Komponisten hierin nach Belieben verfuhren, auch freie Sätze, wie Präludien, Variationen u. dgl., dazwischenfügten. Die S., die im 17. Jahrh. bis 1730 besonders in der Klaviermusik zur Anwendung kam, ist hier durch die im 18. Jahrh. aus der Instrumentalsonate sich entwickelnde Klaviersonate verdrängt, behält aber in den klassischen Produkten von Couperin, Händel, Bach, Muffat u. a. bleibenden Wert. Neuerdings ist die S. mehrfach wieder für Orchestermusik zur Anwendung gekommen. Sujet (frz., vom lat. subjectum, die Grundlage, der Grundbegriff) nennt man in der erzählenden und dramatischen Dichtung den Stoff, die Fabel (s. d.), den Gegenstand oder Vorwurf, den der Dichter für seine Bearbeitung wählt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 360Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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