Siders (frz. Sierre), Hauptort des gleichnamigen Bezirks (473 akm, 9729 CE.) des schweiz. Kantons Wallis, liegt 541 müber dem Meere, 20 km nordöstlich von Sitten auf der rechten Seite des Rhönethals, dem Eingang des Val d'Anniviers gegenüber an der Bahnlinie Sitten-Brig und zählt (1880) 1671 meist kath. E. Der alte malerische Flecken besitzt eine moderne Pfarrkirche, mehrere burgartige Herrenhäuser, eine ehemalige Kartause, Geronde, die südlich vom Orte auf einer Felskuppe am Rhöneufer liegt, und eine Burgruine, den Schinderturm, die sich östlich bei der Rhönebrücke auf einem Hügel erhebt. Die ebenso üppige, wie großartige Umgebung produziert vorzügliche Weine. Mit 55 Proz. deutscher Einwohner bildet S. die Sprachscheide zwischen dem deutschen Oberwallis und dem franz. Unterwallis.