FeedSils
ErdkundeBrockhaus 1882

Sils, drei Dörfer im schweiz. Kanton Graubünden. — Sils im Engadin, ladinisch Segl, Pfarrdorf im Bezirk Maloja, liegt 1797 müber dem Meere auf dem rechten Ufer des Inn in der Wiesenebene zwischen dem Silser⸗ und Silvaplanersee, zählt (1880) 214 meist ladinische und reform. E. und besteht aus den Häusergruppen Sils-Baseglia an der Hauptstraße des Engadin und dem südlich von diesem beim Eingang des Val Fex anmutig gelegenen Sils-Maria, das als Sommerfrische und Luftkurort viel besucht wird. Der Silsersee (1794 m), der größte und schönste der vier Seen, welche der Inn im Oberengadin bildet, ist 5 kmelang, ½ bis 1½ km breit, 4 qkm groß und 74 metief. — Sils im Domleschg, roman. Seglias, liegt 696 m über dem Meere, 1½ km nordöstlich von Thusis auf der Halbinsel zwischen dem Hinterrhein und der Albula an der Schynstraße (s. d.), im Bezirk Heinzenberg, zählt (1880) 567 meist deutsche und reform. E. und besitzt zwei Kirchen und mehrere alte Herrenhäuser der Familien Donats und Salis. Bemerkenswert sind in der malerischen Umgebung die Ruinen der Burgen Hohen-Realta, Ehrenfels und Campi und das alte Schloß Baldenstein. — Sils im Bergell s. Soglio.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 827Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6