FeedSillen
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Sillen nannten die Griechen eine eigene Gattung von Spottgedichten in Hexametern. Dieselbe wurde nach dem Vorgange anderer, namentlich des Kenophanes und einiger Kyniker, wie des Krates und Bion, insbesondere von dem Phliasier Timon, mit dem Beinamen der Sillograph (gest. 226 v. Chr.) ausgebildet. In den drei Büchern S. verspottete er, vielfach mit Parodierung homerischer Verse, im Sinne der Skeptiker die dogmatischen Philosophen und ihre Lehrsätze. Die noch vorhandenen Bruchstücke der S. des Timon und anderer sind hauptsächlich von Wachsmuth in der Schrift De Timone Phliasiop (Lpz. 1859) und sodann in neuer Bearbeitung in «Sillographorum Graecorum religuiaep (Lpz. 1885) gesammelt und besprochen. „Sillery, Dorf von 462 E. im franz. Depart. Marne, Arrondissement Reims, links an der Vesle und am Marne-Aisne-Kanal, Station der Linie Reims-Verdun ⸗Batilly der Französischen Ostbahn 14 km südöstlich von Reims, hat Weltruf erlangt durch Erzeugung eines früher vorzugsweise geschätzten moussierenden Champagners, welcher jedoch durch die Erzeugnisse von Epernay und Reims seit längerer Zeit überflügelt worden ist lachte Dnn gelten die «Sillery mousseuxo als s die Manten . und stehen in niedrigerm Preise als die Marken der genannten Produktionsorte während zu Anfang des 19. Jahrh. noch die Bezeichnung S. identisch mit Champagner war. übrigens umfaßt das Weingebiet von S. nur das geringe Areal von 64 h.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 826Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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