FeedBarbier (Henri Auguste)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Barbier (Henri Auguste), 42½1 Dichter, geb. 28. April 1805 zu Paris, wo er als vermögender Mann in Unabhängigkeit lebte, wurde nach der Julirevolution durch seine in der Revne de Pariso erscheinenden Gedichte bekannt, die später gesam:⸗- melt unter dem Titel Les Iambes (Par. 1831„ 29. Aufl. 1878; deutsch von Tand de Quedlinb. 1832) herauskamen und den Zustand der franz. Gesellschaft mit poetischer Glut, aber auch mit jugendlicher Uebertreibung schilderten. Seine rauhen und bis zum Cynischen derben Verse fanden ungemein viel Anklang, und manche Kraftstellen wurden lange 6 citiert. Mehr Glätte und Feile zeigten seine dichte II Piantoy und Lazarev, welche zuerst in der »Rerue des deux Mondeso 1832—33, nachher 1837, mit den Lambes/ zu einem Bande vereinigt, erschienen und seitdem mehrmals wieder aufgelegt worden sind. Es sind dies zwei poetische Gemälde nach dem Leben, von welchen das eine auf die damalige Erniedrigung Italiens, das andere auf die elende Lage des gemeinen Volls in England Bezug hat. B. gab 1837 noch zwei Satiren: Erostrates und «Pot-de-vino heraus, die eine ziemlich kühle Aufnahme fanden. e4 seine Chants civils et religieuxo (1841) und die Rimes héroiques (1843), eine Reihenfolge von Sonetten mit en Anmerkungen, zogen nicht besonders die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Später ließ reso (1865) erscheinen. Seine Novellensammlung: „Trois passionso (1867), hat wenig Wert. 1869 wurde er Mitglied der Academie francaise. r starb 14. Febr. 1882 58 Nizza.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 471Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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