FeedSeewis
ErdkundeBrockhaus 1882

Seewis, zwei Dörfer im schweiz. Kanton Graubünden. Seewis im Prättigau, ein beliebter Luftkurort im Bezirk Unterlandquart, liegt 932 m über dem Meere auf der rechten Seite des Hauptthals, mit dem es durch die 2½ km lange Fahrstraße S.⸗Pardisla verbunden ist, an sonniger, aussichtsreicher Berghalde, über dem vom Prättigau zur Scesaplana ansteigenden Tobel des Taschinesbaches und zählt (1880) 883 meist deutsche und reform. E. Das Dorf, 1803 durch eine Feuersbrunst fast ganz zerstört, ist seither regelmäßig mit geraden Straßen wieder aufgebaut worden. Auf dem Friedhof befindet sich das Grab des Dichters Joh. Gaudenz von Salis-Sewis, dessen Stammhaus jetzt als Schul⸗, Pfarr-und Rathaus dient. — Seewis im Oberland (roman. Sayvgiein), Bergdörfchen mit (1880) 163 meist kath. und roman. E., 865 m über dem Meere, 1½ km südöstlich von Ilanz im Bezirk Glenner. Vgl. Goll, «S., Luft-⸗ und Molkenkurorto (4. Aufl., Chur 1879).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 656Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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