Sklerenchym nennt man in der botan. Histiologie ein Gewebe, welches aus kurzen, stark verdickten Zellen zusammengesetzt ist und sich am häufigsten in harten Samenschalen oder Fruchthüllen vorfindet, wo es offenbar durch seine Festigkeit einen vorteilhaften Schutz für die zartern Gewebe des Embryos bildet. Auch in Stamm⸗ und Blattorganen findet sich oft an gewissen Stellen, z. B. in den harten Rindenpartien vieler Holzgewächse reichlich S. vor. Die in manchen fleischigen Früchten, 3. B. in einigen Birnensorten vorkommenden steinchenartigen Gebilde bestehen gleichfalls aus S.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 870Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei