Sligo, Grafschaft der irischen Provinz Connaught, zwischen dem Atlantischen Ocean im N., Leitrim im O., Roscommon im SO., Mayo im S. und W. gelegen, zählte auf 1868,59 4km 1841 noch 180886, 1881 nur 110955 E. Das Land ist von W. gegen O. von einer Bergkette durchzogen, deren bedeutendste Spitzen Or, Knock-Alongy (506 m) und Ben-Bullen (492 m) sind. Die Küste bildet die Baien von S. und Killala. Die wichtigsten Flüsse sind der Garrogue, der Owenmore, rechts mit dem Unshin, links mit Owen-Boy, der Easky und der Moy; die beträchtlichsten Seen der Gill, der Arrow und der Gara. Der Boden ist im allgemeinen leicht, sandig und grandig, teilweise sehr fruchtbar. Von der Bodenfläche sind 19 Proz. Saatfeld, 4 Kleefelder und Wiesen, 20 Weide, 1½ Wald und 3 Gewässer. Anbau von Hafer, Gerste und Kartoffeln, Rindviehzucht, Fischerei und Leinweberei sind die Hauptnahrungszweige der Einwohner. Die Grafschaft schickt mit der Hauptstadt drei Abgeordnete in das Parlament. Der Hauptort Sligo, Marktstadt und Parlamentsborough, an der Mündung des Garrogue in die Sligobai gelegen, Station der Linie Mullingar-Longford-S. der Midland-Great-Westernbahn, verdankt seinen Ursprung einem Schloß und einer 1262 gegründeten Abtei, wovon noch schöne Ruinen vorhanden sind. Der Ort, Sitz eines Bischofs und Hauptstation der Küstenwachten, hat eine schöne kath. Kirche, drei Klöster, mehrere Lehranstalten, einen Gerichtshof, ein Zuchthaus, ein Kranken-, ein Irren⸗ und ein Arbeitshaus und zählt 10670 E., welche Seife und Lichte fabrizieren, Seilerbahnen, Kornmühlen, Brauereien und Brennereien unterhalten und Getreide, Butter, Garn und Leinwand ausführen, auch Lachsfang und Schiffahrt treiben. In der Nähe der Stadt befinden sich mehrere altertümliche Grabhügel, namentlich das Lugna Glogh oder Giant-Grave, d. i. Riesengrab, ein aus Steinblöcken bestehendes Denkmal.