Sockel (Socke, Zocke, Plinthe) ist der sowohl zur architektonischen Schönheit wie zur Stabilität und zum Schutze dienende verstärkte Fuß oder äußere Vorsprung am untern Teile von Mauern, Pfeilern, von Säulen (Basis) und andern Gegenständen. Er wird bei Gebäudeumfassungen in der Regel aus härtern, widerstandsfähigen Werkstücken, Steinplatten u. s. w. hergestellt, je nach Höhe und Ausdruck des Gebäudes mehr oder weniger kräftig ausgebildet und mit Gliederungen (Sockelgesimsen) versehen, reicht gewöhnlich bis zur Höhe des innern Erdgeschoßfußbodens und dient außer obigen Zwecken zugleich zur Aufnahme der Kellergeschoßfenster. Mit Sockel bezeichnet man auch den Untersatz für Büsten, Statuen, Vasen u. dgl.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 897Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei