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ErdkundeBrockhaus 1882

Songhay, zur Negerrasse gehörendes Volk im westl. Sudan, zu beiden Seiten des mittlern Niger (hier Aribinda oder Gurma), mit einer isoliert dastehenden Sprache, welche auch in Timbuktu und vielen Oasen der westl. Sahara gesprochen wird. Die S. bildeten einst ein mächtiges Reich, welches Anfang des 11. Jahrh. den Islam annahm, um 1500 den Sudan bis östl. vom See Tsade umfaßte und 1592 durch die Marokkaner zerstört wurde. Ihre Hauptstadt war Gogo am Niger.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 925Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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