Sondershausen, Haupt⸗ und Residenzstadt des Fürstentums Schwarzburg-⸗Sondershausen, 19 km südlich von Nordhausen in der schwarzburg. Unterherrschaft, an der Wipper und Bebra und der Nordhausen-Erfurter Eisenbahn, in angenehmer, bergiger Gegend gelegen, ist Sitz der höchsten Landesbehörden, eines Landratsamts, verbunden mit der Kirchen-und Schulinspektion, eines Forstamts für die Unterherrschaft und eines Amtsgerichts und zählt (1885) 6336 E. Von öffentlichen Bauwerken ist außer der Stadtkirche das ansehnliche fürstl. Schloß hervorzuheben, in welchem eine Antiquitäten⸗ und Naturaliensammlung aufgestellt ist und das von wohlgepflegten Parkanlagen umgeben wird. Von höhern Unterrichtsanstalten bestehen zu S. ein Gymnasium, eine Realschule (beide in dem neuerbauten monumentalen Staatsschulgebäude), eine höhere Töchterschule und ein Schullehrer- und Lehrerinnenseminar. Im J. 1878 wurde zu S. die Schwarzburgische Landesbank errichtet. Südwärts von S. liegt inmitten schöner Parkanlagen und Buchenwaldungen das fürstl. Jagdschloß zum Possen, mit einem weit sichtbaren Turme. Vgl. Vocke, «S. und seine Um⸗