Star, Augenkrankheiten bei Haustieren. Der Graue Star oder Katarakt, welcher besonders eine Trübung und grauweiße Färbung der hinter der Pupille befindlichen Linse des Auges ist, kann total oder auf einzelne Stellen (Starpunkte) beschränkt sein. Ist letzteres der Fall, so ist doch schließlich der vollständige S. zu erwarten. Außer dem veränderten Auss des Auges, das meist kleiner geworden ist, als der Norm entspricht, verraten Nicht⸗ oder Nichtgutsehen des Tieres, Anstoßen mit dem Kopfe, unsicherer Gang mit hochgehobenen Füßen und Stolpern, unregelmäßiges Ohrenspiel u. s. w. das Vorhandensein der Starblindheit. Der Graue S. ist unheilbar, weil die Operation (Iridektomie und Linsenextraktion) an unruhig liegendem Tier nicht sicher ausführbar ist und Tiere keine Starbrille tragen können. Der Schwarze Star, Schönblindheit oder Am aurose, welcher bei allen Haustieren, am meisten beim Pferd vorkommt, kann, wie der Graue S., ein oder beide Augen getroffen haben, unvollkommen (schwaches Sehvermögen) oder vollkommen (Blindsein) auftreten. Das kranke Auge scheint gesund zu sein, nur die Pupille ist erweitert und bleibt weit, gleichgültig, ob helles Licht einwirkt oder das kranke Tier im Dunkeln sich befindet. Lähmung des Sehnerven, Netzhautablösung, Netzhautentzündung u. dgl. können Ursache zur Schönblindheit abgeben und sind nur durch sachverständige Untersuchung mit dem Augenspiegel herauszufinden. Rötung der Augenbindehäute und vieles Thränen sind nebensächliche Erscheinung bei starblinden Tieren, die, wenn sie auf beiden Augen erblindet sind, das oben beim Grauen S. geschilderte Benehmen 1* lich Gangweise u. s. w. beobachten lassen. Schwarze S. ist nur sehr selten heilbar.