FeedStaudigl (Joseph)
HeilkundeBrockhaus 1882

Staudigl (Joseph), Bassist, geb. 14. April 1807 in Wöllersdorf bei Wiener Neustadt, studierte zuerst Medizin in Wien, wurde aber 1828 Chorist an der Hofoper daselbst. Unter Cicimaras Leitung vervollkommnete er sich und wurde 1831 als Hofkapellsänger angestellt. Seitdem gehörte er der Hofoper bis 1854 an, ausgenommen die Zeit von 1845 bis 1848, während welcher er Regisseur am Theater an der Wien war. Im J. 1856 verfiel er in Wahnsinn und starb 28. März 1861. S. glänzte nicht nur in der Oper, sondern auch im Vortrag des Liedes und im Oratorium durch seinen wahrhaft zum Herzen sprechenden Gesang. — S.s Sohn Joseph, geb. 1850, früher Baritonist am karlsruher Hoftheater, ist jetzt in Neuyork angestellt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 171Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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