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VerkehrBrockhaus 1882

Stauen (frz. arrimer; engl. to stow) heißt an Bord die richtige Lagerung der Ladung, Vorräte u. s. w., um sie sowohl bei den Bewegungen des Schiffs gegen Loskommen zu sichern, als auch, um nicht die guten nautischen Eigenschaften des letztern zu beeinträchtigen. Um gut zu segeln, muß das Schiff eine bestimmte Lage im Wasser einnehmen, welche durch richtige Verteilung der Gewichte, nach einem vom Baumeister gegebenen Stauplan, erzielt wird. Liegt z. B. ein Schiff vorn zu lief, so hat es das Bestreben, immer mit dem Kopfe in den Wind zu gehen, liegt es hinten zu tief, so tritt das Gegenteil ein. Werden schwere Massen, wie Eisen, Steine, in der Mitte unten auf dem Boden aufgehäuft, so macht das Schiff in Seegang heftig stoßende und gewaltsame Bewegungen; legt man andererseits den Schwerpunkt zu hoch, so schwankt (schlingert) es stark nach den Seiten und kann umschlagen. Eine gute Stauung ist deshalb sehr wichtig.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 171Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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