FeedBeiderwand
VerkehrBrockhaus 1882

Beiderwand, eigentlich ein anen geringwertiges, aus zweierlei Material (Leinen und Wolle) wolenam Zeug, jetzt gewöhnlich eine Art Halbwollen-Lama, d. ein in der Kette aus Baumwollgarn, im Einschlag aus Streichgarn bestehender, leinwandartig gewebter, zuweilen aber auch geköperter Stoff, der nicht gewalkt, daher auch nicht gerauht, sondern nur glatt geschert und meist ein- oder breet wi gestreist oder kariert in den Han-Deidr t wird. eidrehen oder Beilegen heißt in der S if⸗ .+½τ. die Segel 0 stellen, daß die Wirkung des Windes auf sie paralystert wird. Der Wind fällt dabei auf die vordern Segel von vorn, auf die hintern aber von hinten, oder umgekehrt, wodurch das Schiff zum Stillstehen oder wenigstens zum langsamen Treiben seitwärts gebracht wird. Dies Manöver wird ausgeführt, wenn das Schiff irgend Veranlassung zum Warten Bet und man doch nicht ankern kann oder will. Beim Beilegen nimmt man gewöhnlich alle Segel bis auf die Marssegel fort, weil man mit diesen, den Hauptsegeln des Schiffs, am geschwindesten und bequemsten manövrieren und das Fahrzeug auf Rbent richtigen Kurs bringen kann. Bei Stürmen bedeutet Beilegen, daß man wegen schwerer See nicht mehr segeln kann und das Schiff mit dem Kopfe an den Wind legt. In dieser Lage wird es durch kleine Sturmsegel und die Stellung des Steuerruders erhalten. Man sagt dann adas Schiff liegt beiv. Es segelt so nicht mehr vorwärts, sondern treibt quer ab glättet mit seinem Körper an der Windseite die erfläche und ver-Uchan dadurch, 2 9 die heranrollenden Sturzseen ich an dem Schiffe selbst brechen und ihm schaden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 699Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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